Welchen Ablauf Sie zuerst digitalisieren sollten
Zuletzt aktualisiert: 2. November 2026 · Autor: Redaktion Digitalisierung macht erfolgreich
Kurz gesagt
Nehmen Sie den Ablauf, der oft vorkommt, immer gleich läuft und heute Papier oder Abtippen enthält. Je häufiger und je gleichförmiger, desto größer der Gewinn. Einmalige Sonderfälle bleiben liegen – sie kosten in der Umsetzung am meisten.
Die drei Kriterien
Häufigkeit
Ein Vorgang, der täglich zwanzigmal vorkommt, bringt auch bei zwei gesparten Minuten mehr als ein Vorgang, der monatlich ansteht.
Gleichförmigkeit
Je weniger Ausnahmen, desto einfacher. Abläufe, bei denen „es kommt darauf an" der häufigste Satz ist, sind die schlechtesten Kandidaten für den Anfang.
Übergabepunkte
Jede Stelle, an der etwas abgetippt, ausgedruckt oder weitergetragen wird, ist ein Kandidat. Dort entstehen auch die Fehler.
Eine Bewertung, die Sie selbst machen können
| Ablauf | pro Woche | gleichförmig? | Abtippen? |
|---|---|---|---|
| Stundenerfassung | hoch | ja | ja |
| Lieferscheine erfassen | hoch | ja | ja |
| Urlaubsantrag | mittel | ja | ja |
| Sonderanfertigung kalkulieren | niedrig | nein | teils |
Die oberen zwei Zeilen sind der Anfang. Die letzte wartet.
Warum nicht alles gleichzeitig
Ein Vorhaben, das drei Abläufe gleichzeitig ändert, ändert faktisch die Arbeitsweise aller Beteiligten. Das scheitert nicht an der Technik, sondern an der Aufnahmefähigkeit des Betriebs. Ein Ablauf, der nach drei Wochen funktioniert, erzeugt dagegen Lust auf den nächsten.
Was Sie jetzt tun können
Schreiben Sie Ihre fünf häufigsten Abläufe auf und bewerten Sie sie nach den drei Kriterien. Der oberste ist Ihr Anfang – nicht der, über den am meisten geredet wird.